16. September 2017

I.S.A.R. bei internationaler Übung in Malaysia

Die Rettung von Menschen nach Erdbebenkatastrophen stand im Mittelpunkt der internationalen Übung SIMEX in der vergangenen Woche im südostasiatischen Malaysia. I.S.A.R. Germany wurde durch den medizinischen Leiter Dr. Frederic Ruckert vertreten. weiterlesen

10. September 2017

Dr. Frederic Ruckert neuer medizinischer Leiter

Neuer medizinischer Leiter der Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany ist Dr. Frederic Ruckert aus Wiesbaden. Der 32-Jährige ist seit über fünf Jahren Mitglied der Organisation und war bereits mehrfach für I.S.A.R. im Auslandseinsatz, so u.a. auf den Philippinen und in Nepal. Übungen führten ihn nach Polen und in die Schweiz. weiterlesen

20. August 2017

Medical-Komponente übt für Zertifizierung

In Hünxe hat in den vergangen drei Tagen das medizinische Team von I.S.A.R. Germany geübt. Bei der Schulung im BRH-Ausbildungszentrum ging es darum, Abläufe und Prozesse zu trainieren, um sich auf internationale Hilfseinsätze vorzubereiten. Das medizinische Team wird von Dr. Frederic Ruckert geleitet. weiterlesen

18. June 2017

Foto-Drohne unterstützt I.S.A.R. bei Erkundung

Sie ist klein, sie ist leicht zu händeln, sie bietet innerhalb kürzester Zeit einen guten Überblick über Schadenslagen – Die Vorteile der neuen Foto-Drohne von I.S.A.R. Germany lassen sich lange ausführen. Doch Zeit haben die Experten der deutschen Hilfsorganisation im Ernstfall nicht. Das weiß auch Jörg Bauchle vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Als einer von drei Mitarbeitern des DLR unterstützt der Berliner I.S.A.R. Germany in Sachen Luftaufklärung und steht auch im Einsatzfall zur Auswertung der Luftaufnahmen bereit. Die Kooperation zwischen I.S.A.R. Germany und DLR besteht seit dem Herbst vergangenen Jahres.

“Wir können somit schon bevor ein bodengebundenes Assessment stattfindet feststellen, welche Schäden in einem Einsatzgebiet zu erwarten sind”, erklärt Bauchle und nennt noch einen weiteren, ganz entscheidenden Vorteil des Quattrokopters: “Bereits vor der Abfahrt an eine Schadensstelle können wir mit unserem Bildmaterial feststellen, wie die Wege dorthin beschaffen sind. Gibt es kaputte Asphaltpisten oder gar Straßensperren? Sind Menschenaufläufe zu erwarten oder blockieren umgestürzte Bäume eine Zuwegung?”

Binnen zehn Minuten ist die Drohne aus einer ultraleichten Glasfaser-Carbon-Verbindung einsatzbereit und kann in einer Viertelstunde ein Gebiet von anderthalb Quadratkilometern überfliegen. Für Pilot Sascha Kellner von der Hersteller-Firma Germandrones ist das sieben Kilogramm schwere Flugobjekt mit dem passenden Namen “Songbird” eine Herzensangelegenheit. Seit 13 Jahren beschäftigt er sich mit Drohnen. Was früher ein Hobby war, das ist heute sein Beruf, mit dem er klare Ziele verfolgt: “Es ist ein gutes Gefühl, wenn man mit seiner Arbeit anderen Menschen helfen kann. Mit dem “Songbird” haben wir diese Möglichkeit, indem wir I.S.A.R. unterstützen.”

Bei der Übung Achilles 2017 in der südlichen Schweiz wurde das Gerät, das künftig auch automatisch starten und landen soll, zum ersten Mal unter realen Einsatzbedingungen getestet. Für das Team des DLR ein voller Erfolg, wie Jörg Bauchle berichtete: “Wir konnten das gesamte Übungsdorf überfliegen und haben außerdem Übersichtsaufnahmen von den Basislagern der einzelnen Teams machen können.”

Auch bei zukünftigen Einsätzen soll das Team der Bilddaten-Auswerter vom DLR I.S.A.R. Germany unterstützen. Die Generalprobe dafür klappte ja bereits.

Fotos: Paul-Philipp Braun

10. May 2017

I.S.A.R. Germany erneut durch Vereinte Nationen zertifiziert

Die Hilfsorganisation ISAR Germany ist durch die Vereinten Nationen erneut für internationale Rettungseinsätze zertifiziert worden. Nach einem Einsatztest im Übungsdorf der Schweizer Armee in Epeisses bei Genf nahm I.S.A.R.-Präsidentin Dr. Daniela Lesmeister am Mittwoch die Urkunde entgegen, die von dem UN-Repräsentanten Winston Chang übergeben wurde. Nach 2007 und 2012 war es der dritte Einsatztest, den I.S.A.R. erfolgreich absolviert hat.

Für Daniela Lesmeister ist der bestandene Einsatztest ein „Zeichen für die hohe Qualität der Arbeit des Rettungsteams von ISAR Germany“. Sie würdigte zugleich die Arbeit der I.S.A.R.-Mitglieder aus ganz Deutschland, die fast alle ehrenamtlich tätig sind. „Jedes Jahr bereiten sie sich in unzähligen Stunden bei gemeinsamen Übungen auf die weltweiten Hilfsmissionen vor. Dies Engagement ist unbezahlbar und kann nicht genug gewürdigt werden. Ich bin stolz auf das Team“, so Lesmeister. 

Rund 50 Mitglieder von I.S.A.R. Germany hatten sich seit Montag dem Einsatztest in Epeisses gestellt. Simuliert wurde ein Erdbeben der Stärke 7,5. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, es gab laut Drehbuch viele Verletzte und Verschüttete.

I.S.A.R. Germany hatte die Aufgabe, mit Rettungshunden und Ortungstechnik nach Verschütteten zu suchen. Anschließend mussten die eingeschlossenen Menschen aus den Trümmern befreit werden. Rund um die Uhr arbeiteten sich zwei Einsatzgruppen abwechselnd durch Betondecken und -wände, versorgten die Verletzten noch unter den Trümmern medizinisch und brachten sie dann aus den eingestürzten Gebäuden. Dafür mussten die Verletzten auch abgeseilt werden.

Die Übungen fanden unter Aufsicht von Prüfern statt, die durch die UN-Organisation INSARAG (International Search and Rescue Advisory Group) berufen sind. Diese nahmen auch das Zusammenspiel mit anderen Hilfsorganisationen und der UN sowie das Einsatzmanagement von ISAR Germany unter die Lupe. Grundlage dafür ist das Regelwerk der INSARAG für internationale Einsätze zur Suche und Rettung von Menschen nach Katastrophen.

INSARAG-Sekretär Winston Chang sagte, er sei stolz darauf, dass seine Organisation inzwischen mit 49 Teams aus der ganzen Welt mehr Mitglieder habe als je zuvor. „Das eigene Wissen teilen und von anderen lernen ist der Geist, welcher INSARAG von Beginn an leitet und der uns auch in Zukunft tragen wird“, erklärte er. Den großen Jubel des ISAR-Teams, der nach Verkündigung des Prüfungsergebnisses ausbrach, kommentierte Chang lächelnd mit den Worten: „Es scheint, als habe Deutschland gerade wieder die Fußballweltmeisterschaft gewonnen.“

An dem Einsatztest im Übungsdorf Epeisses bei Genf nahmen Teams aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Großbritannien teil. Gastgeber waren die Humanitäre Hilfe der Schweiz sowie die Schweizer Armee. In Deutschland ist neben der I.S.A.R. nur das Technische Hilfswerk (THW) von der INSARAG für internationale Katastropheneinsätze zertifiziert; das THW wurde bei dieser Großübung nahe Genf ebenfalls erfolgreich reklassifiziert.

Fotos: Stefan Sobotta

Winston Chang, INSARAG (International Search and Rescue Advisory Group der Vereinten Nationen) übergibt Dr. Daniela Lesmeister (Praesidentin ISAR Germany) die Reklassifizierungsurkunde.

 

Gruppenfoto des ISAR Teams nach erfolgreicher Reklassifizierung zusammen mit den Klassifizierern.