Wie arbeiten Rettungshunde in einem Trümmerfeld? Wie gelangen Einsatzkräfte in zerstörte Gebiete? Und wie werden eingeschlossene Personen nach einer Naturkatastrophe gerettet? Antworten auf diese Fragen erhielten rund 1.200 Schülerinnen und Schüler beim Katastrophenschutztag in Neuenburg am Rhein.

Organisiert vom Deutsches Rotes Kreuz konnten Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Schulen der Region hautnah erleben, wie Hilfsorganisationen im Katastrophenfall zusammenarbeiten. Das realistisch aufgebaute Szenario simulierte eine schwere Flutkatastrophe in Kombination mit einem Erdbeben. Verschüttete Personen mussten gesucht, Verletzte gerettet und Wege durch zerstörte Bereiche geschaffen werden.

Mit dabei waren die Höhenrettung sowie die Rettungshunde von ISAR Germany. Gemeinsam mit dem THW Müllheim, dem THW Freiburg sowie der Feuerwehr Bad Krozingen entstand ein eindrucksvolles Einsatzszenario, das den Kindern die Arbeit im Bevölkerungsschutz praxisnah näherbrachte.

Zu Beginn der Übung sollten die Rettungshunde vermisste Personen in einem schwer zugänglichen Trümmergebiet aufspüren. Schnell wurde deutlich: Der direkte Zugang zum Einsatzort war versperrt. Mithilfe des Krans des THW Müllheim wurden deshalb sowohl die Rettungshunde als auch die Einsatzkräfte sicher in das Einsatzgebiet manövriert. So konnte realitätsnah dargestellt werden, wie Helfer und Hunde in echten Katastrophengebieten per Hubschrauber in schwer erreichbare Bereiche transportiert und dort abgesetzt werden.

Nachdem die vermissten Personen lokalisiert waren, begann die eigentliche Rettungsarbeit. Eingeschlossene Personen wurden aus den Trümmern befreit, medizinisch versorgt und anschließend mithilfe des „simulierten Hubschraubers“ aus dem Schadensgebiet gebracht.

Für die Einsatzkräfte von ISAR Germany war der Tag nicht nur eine spannende Übung, sondern vor allem eine wertvolle Gelegenheit, jungen Menschen die Arbeit im internationalen Katastrophenschutz näherzubringen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig Teamarbeit, moderne Technik und eine fundierte Ausbildung im Ernstfall sind.

Foto: Julian Kawaschinski