In der vergangenen Woche waren wir bei der „Humanitarian Networks and Partnership Week“ (HNPW) in Genf mit dabei. Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentierten wir unser Drohnenprojekt. Dr. Steven Bayer erläuterte die Möglichkeiten, die während des Drohnenfluges gewonnenen Daten bei weltweiten Einsätzen in Katastrophenlagen zu nutzen. Diese bieten insbesondere für die Einsatzleitung der UN (UCC) und die einzelnen Such- und Rettungsteam einen großen Mehrwert. „Die Drohne ist innerhalb weniger Minuten einsatzbereit, kann in einer Stunde ein Gebiet von mehreren Quadratkilometern überfliegen und damit in kürzester Zeit Informationen zur Situation im Einsatzgebiet liefern“, erläutert Bayer, der bei ISAR für den Bereich Internationale Beziehungen und Forschung zuständig ist. „Auf den Drohnenbildern ist zum Beispiel erkennbar, ob Gebäude zerstört wurden, ob es Menschaufläufe gibt und ob die Straßen passierbar sind. Die Bilder sind georeferenziert, auf den Zentimeter genau und können mit Kartenmaterial abgeglichen werden. Die Einsatzleitung und die Rettungsteams haben damit bereits vor der bodengebundenen Lageerkundung umfangreiche Informationen vorliegen.“ Bei den Teilnehmern der HPNW in Genf stieß das Projekt auf reges Interesse, kann es doch dazu beitragen, in Katastrophengebieten schneller und effektiver Hilfe zu leisten.

In Genf nahm Dr. Steven Bayer für ISAR Germany auch am Treffen der Lenkungsgruppe der UN-Organisation INSARAG teil. Die Gruppe trifft sich regelmäßig, um die Strategie für die künftige Arbeit bei internationalen Such- und Rettungsarbeiten zu besprechen. Im Rahmen des Treffens gab es auch Gespräche mit Vertretern des THW und des Auswärtigen Amtes.

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