Regelmäßig finden Trainings und Ausbildungen der einzelnen I.S.A.R. Germany-Fachgruppen statt. So auch am vergangenen Wochenende, als rund 40 Einsatzkräfte des medizinischen Teams miteinander auf Haus Wohnung am Niederrhein trainierten. Von Freitag bis Sonntag standen eine Vielzahl von Ausbildungseinheiten auf dem Programm. Neben der neuerlichen Einweisung in die Monitoring-Geräte der Firma Corpuls, wurde auch die Immobilisation von Verletzten mittels Spineboard und Vakuummatratze geübt. Eine kurze Einheit zur Selbstversorgung verletzter Einsatzkräfte mit entsprechenden Notfallmedikamenten sowie theoretische Einheiten zu Fragestellungen der Palliativmedizin im Auslandseinsatz und zum Crush-Syndrome waren ebenso Bestandteil des Trainings.
Überdies stellte sich die neue I.S.A.R.-Partnerorganisation, das Dental EMT, vor. Durch eine Zusammenarbeit soll künftig bei Einheiten des Emergency Medical Teams (EMT) auch eine Versorgung von Verletzungen und Erkrankungen im Mund- und Kieferbereich gesichert werden. Das Deathcare Embalmingteam nutze ebenfalls das Treffen der I.S.A.R. Fachleute, um auf seine Arbeit aufmerksam zu machen. Die Thanatopraktiker berichteten von ihrem Einsatz nach dem Beben in der Türkei und erklärten, wie sie einen würdevollen Umgang mit Verstorbenen nach Katastrophen ermöglichen.
Parallel zu den Medicals nutzte auch das Field Office das Wochenende zur Übung von Einsatzabläufen. Dafür fanden sie auf der Wache IV der Duisburger Feuerwehr ein Domizil. Im Stabsraum, in welchem sonst das Informations- und Lagezentrum (ILZ) während eines I.S.A.R.-Einsatzes sitzt, trainierten die Expertinnen und Experten die Kommunikation mit ausländischen Behörden sowie mit Einheiten von WHO und Vereinten Nationen.



